So, die erste Nacht ist überstanden. Komischerweise hab ich erstaunlich gut geschlafen! Zwar nur bis halb 7, was sehr u gewöhnlich für mich ist (okay, ich musste pinkeln und bin davon aufgewacht.), aber immerhin gut.
Der erste Tag war nicht sehr spektakulär, aber ich berichte trotzdem mal ein bisschen.
Um 9.30 Uhr sollte ich da sein; war ich auch. Aber vor lauter Nervosität habe ich natürlich vergessen, zur Anmeldung zu gehen und bin gleich auf die Station. Also durfte ich erstmal schön hin- und herlaufen, aber das war alles schnell geregelt. Danach wurde mir mein Zimmer gezeigt (die Betreuerin hat's irgendwie nicht so geblickt und wollte mich zweimal in das falsche Zimmer stecken) und ich dürfte erstmal in Ruhe auspacken. In Tübingen sind es, im Gegensatz zu Esslingen, Zweibettzimmer, was ich ganz gut finde. Meine Mitbewohnerin, die ich erst abends zu Gesicht bekam, heißt Kathrin. Netter Zufall, was? Aber dazu später mehr.
Nachdem ich alles schön eingeräumt hatte, musste ich zur ärztlichen Untersuchung, wo mir Blut abgenommen wurde und so 'n Spaß. Wie ein paar von euch vielleicht wissen, hab ich tierische Angst davor und dieser Arzt hat meine Angst eindeutig vergrößert! Der süße hat es nämlich mit dem Pflasteraufkleben nicht so drauf, sodass 2 Sekunden, nachdem ich den Raum verlassen hatte, mein ganzer Arm voller Blut war, echt super Anblick, willkommen in Tübongen, Kata! Naja, wurde natürlich alles vom netten Onkel Doktor sauber gemacht.
Danach hatte ich mein Aufnahmegespräch mit meiner Therapeutin und einer Praktikantin (fängt ja schonmal gut an hier!), was eigentlich ziemlich gut war, weil ich bis jetzt total den guten Eindruck von ihr habe.
Als mir alles mögliche erklärt wurde und mein Gehirn vor Informationen fast geplatzt ist, gab es auch schon Mittagessen. Natürlich wurde meins noch nicht geliefert, also hab ich das von einem Mitpatienten, der nicht da war bekommen. Und was gab's? Fisch. Super. Mein Mittagessen bestand also aus der Reisbeilage und ca. 1 ml Soße. Das Abendessen war ähnlich: 2 Scheiben Brot, 2 Päckchen Butter, aber 1 Scheibe Wurst. Sehr intelligent, liebes Küchenpersonal! Egal, dafür gab's zwischendrin um 15.15 Uhr Kaffee und Kuchen. Da hab ich meine Mitbewohnerin zum ersten mal kurz gesehen und kaum war sie weg wurde ich schon gewarnt mit dem Satz:'Ich hoffe du hast gute Nerven...' Natürlich dachte ich mir, das sei nur so daher gesagt und ich wollte mir auch keine Meinung bilden, bevor ich sie persönlich kennengelernt habe, aber glaubt mir, man braucht wirklich Nerven! Die liebe Kathi ist auch 19 Jahre alt und die liebe Kathi reden sehr gerne. Viel zu gerne. Und zwar über Themen, die nicht jugendfrei sind. Ich wurde mehr oder weniger mit dem Satz 'Mein Freund will nicht mit mir ins Bett, weil ich nicht weiß, welche Geschlechtskrankheiten ich außer Syphilis noch so hab. So ein Arsch!' Liebe Kathi, danke für diese Information. So ging das den ganzen Abend weiter, bis sie, entgegen ihrer eigenen Aussage, dann doch relativ schnell eingeschlafen ist. Ich bin echt gespannt, was da noch auf mich zukommt, denn wie es aussieht, darf ich die ganzen 12 Wochen mit ihr verbringen, weil sie auch erst seit ein paar Tagen da ist. Davor war sie auf der geschlossenen, da ist sie aber rausgeflogen. Wünscht mir Glück!
Ich verabschiede mich an dieser Stelle mal und schaue, was der heutige Tag so mit sich bringt.
Adios!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen